Angesichts der Repressionen des Regimes von Lukaschenka gegenüber Studierenden, Lehrenden und Wissenschaftler*innen hat der VOH zu Beginn des Jahres 2021 zu einer Spendensammlung für eine Gruppe von betroffenen Historiker*innen aufgerufen. Es ist ein Betrag von 8.868 Euro zusammengekommen, für den wir allen Spender*innen ganz herzlich danken!
Die fraglichen Historiker*innen sind aus politischen Gründen entlassen worden oder haben aus Solidarität und aus Protest ihre Stellen gekündigt und versuchen jetzt den wissenschaftlichen Neuanfang, ob in Belarus selbst oder im polnischen und litauischen Exil. Die gesammelten Spenden dienen der Weiterführung ihrer wissenschaftlichen Forschungsprojekte und sind ein Zeichen der Solidarität von Kolleg*innen für Kolleg*innen. Gerne würden wir ausführlicher über die Projekte der Historiker*innen und ihre Dankbarkeit berichten. Die unerbittliche und unberechenbare Repression des Regimes, das allein noch willkürlich straft und das Land von der Außenwelt imaginierter Feinde isoliert, zwingt uns jedoch, die Empfänger*innen an dieser Stelle mit Anonymität zu schützen. Uns ist bewusst, dass dies in einem krassen Gegensatz zu Gepflogenheiten von Spendensammlungen steht. Wir gewähren diesen Informationsschutz allein im Interesse der Sicherheit der Empfänger*innen. Diese nötige Vorsicht hat uns auch dazu bewogen, die gespendeten Gelder in vier zeitlich gestaffelten Trachen zu dreimal je 2.500 Euro und zuletzt 1.368 Euro zu übermitteln.